Volumengrenzen bei Datentarifen

Volumengrenzen bei Datentarifen

Internet Flatrates gehören bei Smartphones heute schon längst zum guten Ton. Vollmundig versprechen die Anbieter dabei Datentarife mit unbegrenztem Datenvolumen, dem unbeschwerten Surfvergnügen dürfte damit nichts im Wege stehen. Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. Zwar stimmt die Angabe prinzipiell, allerdings drosseln die Mobilfunkanbieter die Geschwindigkeit nach einem bestimmten Volumen drastisch. So kommt es auch, dass es Flatrates gibt, die schon für 5 Euro oder weniger zu haben sind, während andere Tarife bis zu 40 Euro im Monat kosten können. Der Hauptunterschied ist dabei immer das jeweilige Volumenlimit. Dabei ist es auch unwichtig, ob es sich um eine 3G-Verbindung handelt oder ob schon der neue Mobilfunkstandard LTE zum Einsatz kommt. Bis heute gibt es in Deutschland noch keinen einzigen Tarif, bei dem die Maximalgeschwindigkeit ohne Volumenlimit bereitgestellt wird. Manche Nutzer benötigen aber auch gar kein übermäßiges Volumen, weshalb es sich lohnt, vor Vertragsabschluss genau hinzusehen.

Unterschiede zwischen den Tarifen

Wer auf der Suche nach einer guten Flatrate ist, sollte sich nicht von hohen Maximalgeschwindigkeiten blenden lassen. Denn bisher kann aus bis zu 100 Mbit/s, wie sie bei LTE angeboten werden, noch kein spürbarer Vorteil gezogen werden. 3G mit HSPA schafft bis zu 42,2 Mbit/s, was für den normalen Gebrauch völlig ausreicht. Sehr beliebt sind auch Prepaidtarife, bei denen bis heute nur Verbindungen mit bis zu 7,2 Mbit/s ermöglicht werden. Auch diese Geschwindigkeit ist jedoch mehr als genug, um zum Beispiel im Internet zu surfen oder E-Mails zu empfangen. Lediglich Downloads dauern etwas länger, was angesichts des Volumenlimits aber nicht allzu sehr ins Gewicht fallen sollte.

Wann greift die Drossel?

DatentarifeWann genau eine Drossel wirksam wird, hängt natürlich vom jeweiligen Tarif ab. Gängig sind heute Angebote mit 500 MB oder 1 GB High-Speed-Traffic, es gibt jedoch durchaus auch Tarife, die sich davon deutlich unterscheiden. Die unterste Grenze bilden dabei sehr günstige Tarife, bei denen Volumengrenzen von 50 MB bis 200 MB gängig sind. Ein solches Volumen ist selbst bei geringer Nutzung schnell aufgebraucht. Das derzeit größte Volumen findet sich beim Prepaidanbieter AldiTalk, wo eine Flatrate mit 5 GB High-Speed-Volumen verfügbar ist. Das reicht selbst dann aus, wenn auch das Notebook mit dem Internet verbunden werden soll. Mit 15 Euro monatlich fällt der Tarif auch ausgesprochen günstig aus, allerdings kommt dabei das E-Plus-Netz zum Einsatz, das in der Regel etwas langsamer arbeitet als die Netze der Mitbewerber. Noch mehr Volumen gibt es nur bei der Telekom, allerdings auch zu deutlich höheren Kosten.

Übersicht über Volumengrenzen

Anbieter Volumengrenze (monatliche Kosten)
Telekom 200 MB (19,95 €) – 30 GB (79,95 €)
Vodafone 100 MB (19,99 €) – 10 GB (89,99 €)
BASE 50 MB (7,50 €) – 500 MB (30 €)
o2 50 MB (19,99 €) – 10 GB (44,99 €)
AldiTalk 150 MB (2,99 €) – 5 GB (14,99 €)
blau.de 500 MB (19,99 €)
FONIC 500 MB (9,95 €)
Simyo 200 MB (9,90 €) – 500 MB (19,90 €)

Zu beachten ist, dass bei vielen Anbietern auch weitere Leistungen wie Telefon- oder SMS-Flats inklusive sind. Besonders LTE-Tarife lassen sich oft nicht ohne solche Flats buchen.

Fazit

Welcher Tarif eignet sich nun für welchen Nutzer? 500 MB reichen in der Regel aus, um ab und an im Internet zu surfen und auch einige Apps zu nutzen und beispielsweise E-Mails automatisch zu synchronisieren. Wer auch gerne unterwegs Videos bei Youtube oder ähnlichen Diensten schaut, sollte sich hingegen wenigstens für 1 GB Volumen entscheiden.

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