Das neue HTC One X+

Das neue HTC One X+

Der taiwanesische Handymogul HTC war eine lange Zeit als Billigproduzent unter Smartphone-Profis verschrien und lieferte in den vergangenen Monaten tatsächlich ein Modell nach dem anderen zu erstaunlich niedrigen Preisen mit (in der Regel) auch erstaunlich wenigen Innovationen und geringen Hardwareansprüchen. Mit der One-Serie legte der Technikgigant jedoch sein „Masse-kommt-vor-Klasse“-Image ab und erntet für das Königsmodell der Serie, dem One X, immer noch viel Lob und Anerkennung. Nun hat HTC seinen Bestseller und attraktiven iPhone-Konkurrenten noch einmal überarbeitet und will mit dem One X+ abermals für Verkaufsrekorde sorgen. Was die Plus-Version zu bieten hat, und ob diese tatsächlich „besser“ als die Vorgängervariante ist, verrät der Handytest.

Optik

HTC One X

©Jemimus at flickr.com

Rein optisch betrachtet bleibt alles beim Alten. So besteht das 13,4 x 6,9 x 0,9 Zentimeter große Unibody-Gehäuse weiterhin aus Alu- und Hartplastikelementen, wurde jedoch mit einer sogenannten Softkey-Beschichtung überzogen, die ein besseres Handling bieten soll. Zudem wurde die frühere Displayfront durch eine besonders kratzfeste Bildschirmlösung, bestehend aus Gorilla Glas der zweiten Generation, ersetzt. Allerdings wird sich „nur“ eine schwarze Version des Alleskönners in den Auslagen finden lassen – auf eine weiße Ausführung wie man sie vom iPhone, diversen anderen High-End-Handys und dem One X her kennt, muss der Käufer verzichten. Mit einem Gewicht von 135 Gramm hat das One X+ übrigens 5 Gramm zugenommen – ein bei der Benutzung kaum wahrnehmbarer Gewichtszuwachs.

Überholte Hardware

Beim HTC One X+ ist einzig und allein der Bildschirm unangetastet geblieben. So wird das 4,7 Zoll große Display nach wie vor mit 1.280 x 720 Pixel ausgefüllt (und bietet somit auch weiterhin einen großen und hochwertigen Bildschirmspaß).
Im Inneren des Smartphones wurde jedoch gründlich umgebaut: Anstelle des 1,5 GHz starken Vierkernprozessors werkeln nun vier 1,7 GHz flotte Prozessorkerne im Smartphone und liefern somit noch einmal einen kleinen, jedoch kaum spürbaren, Geschwindigkeitszuwachs. Der Arbeitsspeicher beträgt jedoch weiterhin (ausreichende) 1 GB, wobei der Flash-Speicher sinnvollerweise vergrößert wurde: Je nach Kundenwunsch umfasst der interne Speicher nun 32 oder sogar satte 64 GB! Einen Speicherkartenslot zwecks Speicherausbau sucht man jedoch nach wie vor vergebens.
Zu guter Letzt seien noch Digitalkamera und Akku erwähnt. Denn mit einer gesteigerten Leistung von 1.800 auf 2.100 mAh stellt der neue Lithium-Ionen-Akku einen eindeutigen Zuwachs dar. Auch die Frontkamera wurde deutlich überarbeitet und mit einer rauschärmeren Linse ausgestattet, deren Auflösung auf 1,6 Megapixel hochgeschraubt wurde.

Software & Funktionen

Gleich drei große Besonderheiten hat das HTC One X+ zu bieten. So wurde als Erstes das Betriebssystem erneuert: Nun werkelt die Androidversion 4.1 alias Jelly Bean auf dem Smartphone. Auch die hauseigene Benutzeroberfläche Sense wurde überarbeitet und korrespondiert mit der Google-Software nach Angaben von HTC nun wesentlich besser und schneller. Den letzten großen Software-Zuwachs stellt die vorinstallierte PlayStation-App dar: Nun dürfen sämtliche PSOne-Titel mit dem One X+ gedaddelt werden.

Fazit

Sowohl hardware- als auch softwaretechnisch hat das One X+ mehr zu bieten. Bis auf den Speicherausbau macht sich bei der Benutzung des neuen Modells jedoch keine Erneuerung in einem wirklich erwähnenswerten Umfang bemerkbar. Denn HTC hat bereits ein Update für alle One X Modelle angekündigt, sodass der Vorsprung der Plus-Version in Bezug auf die Software vom Vorgänger schnell eingeholt werden kann. Ob das Plus an Technik wirklich seinen Preis wert ist, muss letzten Endes jeder Käufer selber wissen. Denn in Anbetracht des angekündigten Preises von 650 Euro wird für viele Interessenten der Griff zum 150 Euro preiswerteren One X weiterhin eine attraktive Alternative zur teuren Plus-Version darstellen.

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